Bringe Struktur in Deine Unterlagen

Um Eure Lerneinheiten effizienter zu gestalten, solltet Ihr ein schlüssiges Schema für Eure Unterlagen entwickeln. Denn das bietet Euch gleich mehrere Vorteile: Zum einen findet Ihr auf Anhieb alle Materialien, die Ihr für die jeweilige Einheit benötigt, zum anderen werdet Ihr nicht überladen mit Informationen, die im Moment von keiner Relevanz für Euch sind. Schafft Euch also ein wenig Freiraum, um Euch voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren zu können.

Am besten schafft Ihr Euch zwei Ordner sowie mehrere farbliche Registerkarten und Trennblätter an. Euer Hauptordner beinhaltet die aktuellen Unterlagen, die Ihr nach Schulfächern sortiert abheftet. Die Trennblätter eignen sich hervorragend dazu, um die einzelnen Fächer nach Kapiteln zu unterteilen. Der zweite Ordner dient lediglich zur Aufbewahrung älterer Unterlagen und zur Entlastung Eures Hauptordners. Bei Bedarf könnt Ihr jederzeit darauf zurückgreifen.

Solltet Ihr Fragen oder Anregungen haben oder Hilfe bei der Strukturierung Eurer Unterlagen benötigen, stehen wir Euch sehr gerne zur Verfügung. Hinterlasst uns hierfür einfach einen Kommentar oder setzt Euch telefonisch unter 08025/5012 oder per E-Mail an info@lernzentrum-thamm.de mit uns in Verbindung. Ihr könnt auch einfach persönlich bei uns vorbeischauen. (Max Thamm)

Euer Team vom LernZentrum

Fehler machen heißt Lernen

Wir leben in einer Kultur, in der es wieder an Bedeutung gewinnt, Fehler zu machen. Obgleich diese oftmals Folgen haben, die es erst einmal zu bewältigen gilt, geben uns Fehler die einmalige Gelegenheit, aus ihnen zu lernen und sie bestenfalls nicht mehr zu wiederholen. Fakt ist: Wir alle machen hin und wieder Fehler und sollten uns auch gegenseitig darauf hinweisen, um gemeinsam Lösungen zur Vermeidung zu erarbeiten. Nachfolgend erläutern wir, wie Fehler entstehen, welchen Nutzen wir daraus ziehen und wie wir an sie herangehen können.

Wie entstehen Fehler?

Fehler entstehen meist in den Momenten, in denen wir mit neuen Situationen konfrontiert werden. Das kann eine schwere Aufgabe sein, der wir uns noch nie zuvor stellen mussten oder ein Verhalten des Gegenübers, das uns noch nicht vertraut ist.

Doch auch aus Gewohnheiten heraus können sich Fehler entwickeln. Wir schenken normierten Abläufen nicht mehr unsere volle Aufmerksamkeit und dadurch schleichen sich Fehler in unser Handeln ein. So können beispielsweise Personen, die tagtäglich kochen, nach vielen Jahren immer noch ein Gericht versalzen.

Unkonzentriertheit ist ebenfalls ein Grund dafür, dass wir Fehler machen. Ein übermüdeter Autofahrer, der sonst immer vorsichtig fährt, kann dennoch in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit einen Unfall verursachen.

Was nützen uns Fehler?

„Macht mehr Fehler und macht sie früher, denn wovon sonst wollt ihr lernen!“ - Tom Peters

Fehler sind wichtig für unseren Entwicklungsprozess. Wir müssen Erfahrungen sammeln, um daraus lernen zu können, denn sie zeigen uns die Grenzen unseres derzeitigen Wissensstandes auf. Auch Schülerinnen und Schüler kommen in ihrem Schulalltag häufig an den Punkt, an dem sie nicht mehr weiterwissen oder sich unsicher sind. Hier aufzuhören, wäre jedoch die falsche Herangehensweise. Es ist wichtig, dass Fehler begangen werden, um diese in Zukunft nicht mehr zu wiederholen. Eine ausgiebige Fehleranalyse und Korrektur hat sodann meist eine Optimierung der erzielten Leistung zur Folge. 

Eine mögliche Herangehensweise an Fehler 

Das Wort „mögliche“ in der Überschrift ist bewusst gewählt, denn es wäre bereits ein Fehler, immer nur dieselbe Herangehensweise an Fehler zu wählen. Lehrerinnen, Lehrer und Eltern müssen sich darüber bewusst sein, dass Schulkinder Individuen sind, die allesamt verschiedene Charakteristika aufweisen und daher nicht in ein spezifisches Raster gedrängt werden sollten. Dennoch wollen wir einen Weg vorstellen, der einen sinnvollen Umgang mit Fehlern und deren Behebung aufzeigt.

1.  Eine herausfordernde Situation schaffen:

Stellen Sie die Schülerinnen und Schüler vor Herausforderungen! Geben Sie ihnen gezielt Aufgaben, die sie zuvor noch nicht bewältigen mussten, aber aufgrund ihres Wissensstandes durchaus bewältigen könnten! Dabei ist es wichtig, dass Sie die Aufgabenstellung klar und deutlich formulieren, um den Lernenden die Möglichkeit zu geben, die neue Situation auch meistern zu können.

2. Eine positive Atmosphäre schaffen:

Lassen Sie den Kindern Zeit, um die Problematik erkennen und bewältigen zu können! Gehen Sie ihnen dabei nur unterstützend zur Hand, indem Sie sie ermutigen und ihnen die Angst nehmen, Fehler zu machen! Schülerinnen und Schüler haben ein sensibles Schamgefühl, wenn ihre Fehler vor der ganzen Klasse zur Schau gestellt werden. Erklären Sie den Lernenden daher, dass sie keine Scheu davor haben müssen, eine Aufgabe einmal nicht oder nur teilweise lösen zu können und vermitteln ihnen ein positives Gefühl, damit sie eine gesunde Neugier für Herausforderungen entwickeln können!

3. Denkabläufe nachvollziehen und konkret auf Fehler hinweisen: 

„Einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken heißt, einen Flecken durch ein Loch zu ersetzen.“ - Aristoteles

 Was nützt es den Kindern, wenn sie nicht wissen, wo sie etwas falsch gemacht haben und weshalb dies geschehen ist. Gehen Sie daher die Lösungsansätze mit ihnen durch und zeigen ihnen, an welcher Stelle sie konkret Fehler gemacht haben! Ermutigen Sie die Schülerinnen und Schüler dazu, ihre Fehler nicht vor Ihnen zu verstecken, denn „Wenn sie [Fehler – Anm. d. Verf.] nicht mehr verleugnet oder vertuscht werden, dann werden Fehler ein Medium zur Erkenntnis und Selbsterkenntnis.“ (Kahl, Reinhard: Der Fehler ist das Salz des Lernens, in: ils Mail fehlerHAFT (2010), Ausgabe 02, S. 03)! Auch wenn die Kinder ihre eigenen Erfahrungen sammeln sollen, empfehlen wir Ihnen, auf Fehler, die sich im Laufe der Jahre wiederholt bemerkbar machen, gesondert einzugehen. Der Hinweis auf eine bereits bekannte Problematik erleichtert nämlich den ohnehin schon aufwendigen Lernprozess ungemein. Dieser Normerwerb gibt den Schülerinnen und Schülern das nötige Handwerkszeug, um eigene Lösungsprozesse zu entwickeln.

 

4. Den Willen, aus Fehlern lernen zu wollen, fördern:

Es liegt mitunter in Ihrer Hand, ob die Lernenden resignieren oder eine positive Einstellung zu Herausforderungen entwickeln. Stärken Sie das Selbstvertrauen der Kinder, indem Sie ihnen die Mittel zur Lösung einer Problematik aufzeigen und sie Schritt für Schritt zum Ziel führen! Fehler sind kein Grund zur Schande, denn sie ermöglichen uns, unsere Leistungen zu optimieren. Die Lernenden profitieren bei richtiger Förderung aus gemachten Fehlern, weil sie lernen, diese zukünftig zu vermeiden. Geben Sie den Kindern daher die Möglichkeit, neue Fehler zu machen und die alten nicht zu wiederholen, denn dann werden sie sich mit einer positiven Einstellung an größere Herausforderungen wagen!

 

Sollten Sie Fragen zur Thematik haben oder Hilfe beim Umgang mit Fehlern benötigen, stehen wir vom LernZentrum Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Gerne erarbeiten wir ein Konzept mit Ihnen und unterstützen Ihre Kinder in ihrem Schulalltag und beim Bewältigen ihrer Aufgaben. (MT)


Frohe Weihnachten

Wir wünschen allen Schülern, Eltern und Freunden ein frohes und erfülltes Weihnachtsfest und einen wunderbaren Start in das neue Jahr.

Informelles Lernen - Englisch lernen ohne lästige Vokabel- und Grammatik-Übungen!

 

Englisch - eine Sprache, die weltweit von nahezu 350 Millionen Muttersprachlern und insgesamt fast 1,5 Milliarden Menschen gesprochen wird. Letzteres entspräche in etwa der 20-fachen Bevölkerung Deutschlands! Nicht umsonst nennen wir Englisch gerne eine “Weltsprache”, denn nach der chinesischen Sprache ist Englisch die meist gesprochene Sprache der Welt! Doch wie sooft im Leben will eine Sprache zunächst erlernt werden.

Aber wie lerne ich, Englisch nicht nur gut zu verstehen, sondern auch, mich verständlich darin zu äußern ohne täglich fleißig Übungen und Vokabeln zu pauken? Natürlich kommst du um diesen Teil des Lernens nicht drum herum, doch unterbewusstes Lernen, auch informelles Lernen genannt, kann dir das Erlernen der englischen Sprache deutlich erleichtern. Und was noch viel besser ist: Du kannst selber Einfluss darauf nehmen! Die folgenden Tipps sollen dir den Weg hierzu ein wenig erleichtern und im Erlernen der Sprache eine kleine Stütze sein. Jeder der 5 Unterpunkte kann im Alltag und einfach nebenher angewendet werden. 

  1. Ganz altmodisch: Ein dir bereits in seiner Handlung bekanntes Buch einfach mal auf Englisch lesen! Bücher sind heutzutage nicht mehr allzu teuer und in der Regel auch relativ einfach und schnell zu beschaffen. Ist dir die Handlung bekannt, kannst du deinen Fokus hier nahezu gänzlich auf die Anwendung der Sprache richten! Beispielsweise kannst Du so auch vermehrt auf die Rechtschreibung der Wörter achten!
  2. Weltweite Medien nutzen: Weltweit wichtige Nachrichten verbreiten sich natürlich in nahezu allen Sprachen. Warum also nicht auch mal Nachrichten auf Englisch wahrnehmen? Ein aktuelles Beispiel: Der britische Prinz Harry wird im Frühjahr heiraten. Die Nachricht wird von den englischen Medien ganz im Sinne einer Traumhochzeit in allen Formen und Farben verbreitet. In so einem Fall kannst du die in Deutschland wahrscheinlich ähnlich gefeierte Nachricht ja auch mal auf Englisch verfolgen - beispielsweise über Online-Zeitungsartikel britischer Zeitungen oder Fernsehsender wie BBC!
  3. Lieblingsfilm mal anders: Viele Menschen haben einen Lieblingsfilm. Du auch? Super! Denn meistens gibt es davon auch englisch-sprachige Versionen, bei denen Du nach Belieben auch Untertitel dazu laufen lassen kannst. Bereits bekannte Zitate kannst du so nun auch auf Englisch nachempfinden und verstehen. Außerdem kann man hier besonders auf die “normale” (Alltags-)Anwendung der Sprache achten!
  4. Handy umstellen!: Hilfreich kann es auch sein, dein Handy auf Englisch umzustellen. So erscheinen die App-Namen, Benachrichtigungen oder auch Uhrzeit und Datum nun in englischer Sprache (Bsp.: Taschenrechner = Calculator oder 3. September = September 3rd...)
  5. Aktiv Songtexte hören!: Englisch-sprachige Songtexte zu verstehen kann manchmal ganz schön schwer sein. Hättest du z.B auf Anhieb verstanden, was im Survivor-Klassiker Eye of the Tiger gesungen wird? Wenn nicht, keine Sorge, du bist nicht allein. Aber aktiv versuchen zu verstehen, was gesungen wird und sich ggf. darüber schlau zu machen kann durchaus helfen, die englische Sprache (und teils auch die Kultur!!) zu verstehen. Außerdem ist es doch cooler, den Text korrekt “mitzugröhlen”, anstatt irgendeinen Mischmasch aus Buchstaben, der den Text bestmöglich zu imitieren versucht zu singen, oder?  (jp)

Hausaufgaben und Lernen: Das tägliche Drama

Tägliche Hausaufgaben und häusliches Lernen können ein echtes Drama für Familien darstellen:  

Beim Erledigen bzw. beim „Vorsichherschieben“ der Hausaufgaben erleben Schüler, aber auch ganze Familiensysteme die unterschiedlichsten Gefühle: Stolz, Zufriedenheit, Glücksgefühle, Trauer, Wut, Scham, Angst, Hilflosigkeit  …

Zu den je unterschiedlichen Gefühlen entwickeln Schüler, aber auch ganz eigene (altbekannte) Strategien: 

  • Hausaufgaben werden ganz schnell hingeschmiert bzw. gar nicht erst gemacht
  • Beim Lernen wird nur kurz drüber gelesen ohne den Inhalt zu durchdringen 
  • Die Vor- und Nachbereitungsarbeiten für die Schule werden  verleugnet oder auch den ganzen Tag ungelöst vor sich hergeschoben
  • Eltern fordern über Stunden  ihre Kinder auf die Hausaufgaben / Lernen endlich zu machen
  • Kinder fordern ihre Eltern auf die Hausaufgaben für sie  zu erledigen 
  • Andere Familien müssen kontaktiert werden, um überhaupt das Ausmaß der Hausaufgaben zu erfassen

Gerade, wenn die Hausaufgaben- und Lernsituation nicht so gut klappt, kommt es oft zu hässlichen Auseinandersetzungen zwischen den Beteiligten (Kind – Eltern – Lehrer – Geschwister …). Und das dann oft täglich, weil ja fast jeden Tag neue Hausaufgaben / Lernaktivitäten mit nach Hause gebracht werden.  So spielt das Thema eine große Rolle in unseren familiären Beziehungen, ob wir wollen oder nicht!

In meinem Hausaufgaben/Lernseminar wollen wir gemeinsam Muster entdecken, die Ihnen das Leben schwer machen, um dann Strategien entwickeln, wie Sie zusammen mit ihren Kindern dieses Muster positiv durchbrechen können, um somit einen anhaltenden Effekt für die Hausaufgabensituation Ihres Kindes zu erzielen.

Mit Spaß und Humor setzen wir uns mit dem unangenehmen Thema auseinander, damit sie bei Ihrem weiteren „ Job“ als Hausaufgabenbetreuer und Lernassistenten entlastet sind.

 

Wir werden in einer Kleingruppe (max. 6 Eltern) an vier aufeinanderbauenden Terminen zusammen arbeiten (je 90 min): 

 

Termine: 

14.11.18 (nur Eltern)

21.11.18 (nur Kinder)

28.11.18 (Eltern und Kinder)

23.01.19 (nur Eltern)

 

Kosten:  80,00 € pro Familie

 

Ich freue mich, wenn Sie sich auf das Thema einlassen und den Kurs für sich nutzen!

Johanna Schmotz 

(Mutter, Sonderpädagogin und systemische Familientherapeutin)